Musik
An der Waldorfschule durchzieht das musikalische Element, das eine besonders wichtige Rolle im menschlichen Empfindungs- und Kommunikationsleben spielt, generell den Unterricht, z.B. beim gemeinsamen Singen und Rhythmisieren.
Im Musikunterricht, der durchgehend von Klasse 1 – 13 erteilt wird, legen wir Wert auf die Ausbildung individueller, künstlerischer sowie gemeinschaftsbildender, sozialer Kompetenzen.
In den ersten Klassenstufen soll die musikalische Substanz geweckt werden, die das Kind mitbringt: Schrittweise wird das Hör- und Lauschvermögen ausgebildet und die musikalische Empfindungsfähigkeit gefördert. Beim Singen knüpft das Liedgut in der Quintenstimmung mit seiner freien Beweglichkeit an das Befinden der Kinder an. Das Spiel auf der Kinderharfe wird geübt, später kommt die pentatonische, dann die diatonische Flöte dazu.
In der Mittelstufe ab Klasse 4 lernen die Kinder die musikalische Welt von ihren Elementen her zu ergreifen und anfänglich zu handhaben. Die Notenschrift und die der Musik zugrunde liegende Struktur wird kennen gelernt. Die gemeinsamen Lieder werden, ausgehend vom Kanon, zunehmend mehrstimmig. Da sind beim Einzelnen und in der sowohl Gruppe Standhaltevermögen als auch Flexibilität gefragt. Die Stimme als das gemeinsame „Instrument“ aller Menschen wird durchgängig im gemeinsamen Gesang gepflegt.
Wenn die Zeit kommt, ein persönliches Instrument zu erlernen, beraten die Musiklehrer gerne bei der Auswahl. Es besteht auch eine gute Zusammenarbeit mit professionellen Instrumentallehrern, die nachmittags in den Klassenräumen privaten Unterricht erteilen.
Ein Waldorfschüler sollte die Schule mit der Fähigkeit verlassen, praktisch und kreativ Musik auszuüben, sei es im Singen, Musizieren, Trommeln etc. sowie Musik mit geschultem Hörsinn und differenzierter Wahrnehmung aufzunehmen. Mit dem in der Schule erworbenen Grundstock sollte er ein Rüstzeug erhalten, mit Musik in seinem Leben auf erfüllende Weise umgehen zu können.
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